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Kostenminimierung:
Das Motto "Gemeinsam sind wir stark" heißt vor allem, dass
die IGA Mittel einsetzen kann, die ein einzelner finanziell
nicht tragen könnte. So haben die IGA-Gründungsmitglieder
bereits ein Rechtsgutachten finanziert, das allen Sicherheit
gibt und für das jeder einzelne nur einen Bruchteil des Preises
bezahlt hat. Auch wird im Verein durch ehrenamtliche Tätigkeit
gewährleistet, dass niemand aus der Notlage der Argentinien-Anleger
einen großen Gewinn schlagen kann.
Informations- und Kommunikationsplattform:
Im Verein können alle wichtigen Informationen ausgetauscht
werden, zu denen ein Privatanleger keinen Zugang hat. Wie
schlecht die Depotbanken informieren, hat jeder in den letzten
Monaten mitbekommen. Auch die Anlageberater der Banken verfügen
nicht über die Möglichkeiten, sich kompetent in
der Argentiniensache zu äußern. Somit bietet die
IGA die ständige Einrichtung, die einen schnellen und
präzisen Informationsaustausch gewährleistet.
Gesichertes Wissen über alle bedeutsamen
Fragen:
Unsere Konkurrenten und Kontrahenten im Umschuldungs- prozess
dürfen nicht über einen Wissensvorsprung verfügen. Aus diesem
Grund bauen wir seit Monaten einen Wissenspool auf. Ausgewertet
werden insbesondere die Emissionsprospekte, IWF-Dokumente
und sonstige wissenschaftliche Publikationen. Wir haben Zugang
zum Bloomberg-Informationssystem und somit auch zu allen relevanten
Handelsdaten.
Rechtliche Betreuung:
Je länger sich die Nichtzahlung Argentiniens hinzieht
umso wichtiger ist es für den einzelnen Anleger, über
die rechtlichen Grundlagen Bescheid zu wissen. Die IGA hält
deshalb für jedes Mitglied ein Rechtgutachten bereit,
das die auf Wertpapieranlagerecht spezialisierte Kanzlei Rotter
gefertigt hat. Das Rechtsgutachten behandelt Fragen der Kündigung,
Verjährung und der Rechtsposition im Umschuldungsprozess.
Außerdem werden Vollstreckungsmöglichkeiten in
Deutschland und in den USA beleuchtet. Mit diesem Grundlagenwissen
ist es jedem möglich, die für sich beste rechtliche
Strategie zu wählen. Auch ist es der IGA als Gruppe möglich,
kompetent in Verhandlungen eintreten zu können. Anwälte
von Emissionsbanken wie der Credit Suisse First Boston oder
der Deutschen Bank haben keinen Wissensvorsprung mehr.
Vollmitgliedschaft im Argentina Bondholder's
Committee (ABC):
Bereits seit März sind wir Vollmitglied im ABC. Der Beitritt
kostete 5.000 $. ABC ist eine Vereinigung von institutionellen
Anlegergruppen wie Investment- und Pensionsfonds und betreibt
zusammen mit anderen Institutionen wie der Emerging Markets
Creditors Association Lobbyarbeit, um eine günstige Umstrukturierung
herbeizuführen. ABC ist Spezialist, wenn es um Anleihen nach
dem Recht des Staates New York geht. Wir haben somit als Privatanleger
die Informationen über die Vorgehensweise der US-amerikanischen
institutionellen Betroffenen und können dementsprechend unsere
Vorgehensweise abstimmen.
Verhandlungsführung:
Bisher war es so, dass ein Schuldnerstaat zusammen mit einer
Investmentbank den Gläubigern eine Restrukturierung regelrecht
aufzwingt. Es wird vorgegeben, die Umschuldung wäre günstig
wie im Falle der Ukraine, in dem eine überwiegende Mehrheit
ohne Diskussion einem an sich schlechten Angebot zugestimmt
hat. Auch im Falle Argentiniens war dies vorgesehen, jedoch
kam dem der politische Umsturz Ende 2001 dieser Absicht dazwischen.
Mittlerweile sind die Bondholder organisiert und können direkt
am Verhandlungstisch Absprachen treffen. Dazu dient die IGA,
die bereits exklusiv von der argentinischen Regierung kontaktiert
worden ist und somit beste Chancen hat, für die Interessen
der Privaten in direkten Verhandlungen eintreten zu können.
Lobbytätigkeit:
Im Falle Argentiniens handelt es sich um eine staatliche und
damit politische Insolvenz. Es war deshalb von Anfang an klar,
dass auch Lobbyarbeit bei den zuständigen Stellen wie Bundesbank,
Bundesfinanzministerium oder IWF aufgenommen werden muss.
Diese Institutionen haben die Argentinienkrise maßgeblich
beeinflusst. Wir sind bereits seit Wochen in Kontakt und haben
es geschafft, wahrgenommen zu werden. Auch das ABC macht Lobbyarbeit,
insbesondere beim einflussreichen US-Treasury Departement.
Die Argentinienkrise ist ein Musterfall für künftige staatliche
Insolvenzen und wir werden uns auf diesem wichtigen Gebiet
fachlich einbringen.
Pressearbeit:
Die IG-Argentinien ist in den Medien seit Beginn der Gründung
präsent. Zahlreiche Artikel in der Fachpresse haben für eine
erste Aufmerksamkeit gesorgt. Wir werden weiterhin daran arbeiten,
dass das neue und fachspezifische Thema aufgenommen wird.
Die Öffentlichkeit muss erfahren, dass Privatinitiativen grundsätzlich
eine Chance haben, erfolgreich zu sein. Das faktische Informationsmonopol
der Banken muss aufgebrochen werden.
Internetauftritt:
Ohne Internet wäre die Gründung der IGA nicht möglich gewesen.
Mit diesem Medium haben wir die Chance, dauerhaft im Bewusstsein
der öffentlichen Meinung präsent zu sein. Solange die IGA
im Internet ist, weiß die Finanzwelt, dass Argentinien noch
Schulden hat und wird deshalb kein neues Geld zur Verfügung
stellen. Allein der Internetauftritt stellt somit ein Druckmittel
dar, das uns von keinem genommen werden kann.
Vollstreckung:
Mitglieder der IGA haben bereits in Frankfurt und New York Klagen
eingereicht. Damit wird die Voraussetzung für eine Vollstreckung unserer
Forderungen gegen Argentinien geschaffen. Wir können damit der
argentinischen Regierung klar machen, dass wir noch in 30 Jahren unseren
Forderungen nachgehen können. Zwar kann nicht die Gesamtschuld gepfändet
werden. Jedoch werden wir mit unserer "Politik der Nadelstiche"
Verhandlungsdruck ausüben.
Unabhängigkeit:
Die IGA ist unabhängig und vertritt ausschließlich die Interessen der
privaten Anlegerschaft. Wir haben keine anderen Interessen und können somit
strikt unsere Ziele verfolgen. Dies ist zum Beispiel jenen Banken nicht
möglich, die den Umschuldungsauftrag von Argentinien haben wollen.
Kooperationen werden nur dann eingegangen, wenn dadurch keine solchen
Interessenskonflikte auftreten.
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